Hiatus Remote

Remote-Support, bei dem der Relay nichts sieht. Bildschirm, Dateien, Shell und Ton, Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Version 1.0.0-rc1 · Release-Kandidat

Windows · Linux (X11) · macOS · Android-Debugging

Hauptfenster von Hiatus Remote: eigene ID, Einmal-Passwort und Verbindung zu einem Partner

Was Hiatus Remote macht

Hiatus Remote verbindet zwei Rechner über das Internet. Eine Person, der Supporter, sieht und steuert den Bildschirm einer anderen, des Partners. Dazu kommen ein Dateibrowser mit zwei Fenstern, eine Remote Shell, optional der Ton des Partner-Rechners und die Zwischenablage. Alles ist Ende-zu-Ende verschlüsselt. Auch der Betreiber des Relay-Servers kann nicht mitlesen.

Hauptfenster von Hiatus Remote mit der eigenen ID 482 917 305, einem Einmal-Passwort und dem Feld für die Partner-ID
Design-VorschauHauptfenster: eigene ID, Einmal-Passwort, Partner fernsteuern

Jede Sitzung beginnt mit einer neunstelligen ID und einem Einmal-Passwort, das der Partner am Telefon vorliest. Das Passwort verlässt beide Geräte nie: Der Schlüsselaustausch läuft über SPAKE2+, der Relay-Server kennt nur die IDs. Nach dem Handshake zeigen beide Seiten dieselben vier Fingerprint-Wörter. Stimmen sie überein, sitzt niemand dazwischen.

So läuft eine Sitzung

  1. Verbinden. Der Supporter gibt die Partner-ID ein und wählt den Modus: Fernsteuerung, Dateien oder Remote Shell. Dann fragt Hiatus das Einmal-Passwort ab.
  2. Zustimmen. Der Partner sieht die Anfrage mit der ID des Supporters und den Fingerprint-Wörtern. Er wählt einzeln, was er erlaubt: Bildschirm ansehen, Maus und Tastatur, Dateien, Shell, Ton, Zwischenablage, Tunnel, Android-Debugging. Alles außer dem Bildschirm ist voreingestellt aus.
  3. Arbeiten. Hiatus versucht zuerst eine direkte Verbindung per UDP Hole Punching und QUIC. Nur wenn das scheitert, läuft die Sitzung über den Relay-Server, der ausschließlich verschlüsselte Pakete weiterleitet. Beginnt eine Sitzung über das Relay, sucht Hiatus im Hintergrund weiter nach einem Direktweg und wechselt ohne Unterbrechung.
Sitzungsfenster mit Tabs, Werkzeugleiste, E2EE-Hinweis und dem Bildschirm des Partners
Design-VorschauSitzung mit bestätigtem Fingerprint und Statusleiste

Während der Sitzung zeigt eine Hinweisleiste am Partner-Rechner, wer gerade zugreift. Dort lassen sich Steuerung, Shell, Ton oder Tunnel jederzeit einzeln entziehen oder die Sitzung beenden.

Wofür Hiatus gedacht ist

  • Support im Familien- und Firmenumfeld, ohne dass Bildschirminhalte oder Passwörter über fremde Server laufen.
  • Eigene Rechner warten, auch wenn niemand davor sitzt: unbeaufsichtigter Zugriff mit permanentem Passwort, Allowlist der zugelassenen Supporter und Geräteschlüssel-Pinning. Mit dem Hiatus-Dienst ist der Rechner schon am Anmeldebildschirm erreichbar.
  • Entwicklung und Fehlersuche: Tunnel zu Diensten auf dem Partner-Rechner, der Visual Studio Remote Debugger und das Debugging von Android-Geräten mit Logcat-Viewer und Fernsteuerung.

Eigener Relay-Server

Der Relay-Server vergibt IDs, vermittelt Verbindungen und leitet Pakete weiter, wenn keine direkte Verbindung zustande kommt. Er sieht keine Inhalte. Betreiber richten ihn als Docker-Image oder Windows-Dienst ein; Clients bekommen einen Zugangscode mit Serveradresse und SPKI-Pin. Verbindungen im eigenen Netz oder VPN funktionieren auch ganz ohne Relay.

Plattformen

Client und Dienst gibt es für Windows und Linux (X11); macOS folgt. Der Relay-Server läuft unter Linux (Docker) und Windows. Die Oberfläche ist auf Deutsch und Englisch verfügbar.