Hiatus Remote
Benutzerhandbuch
Erster Start, Hauptfenster, Hilfe bekommen und helfen, Dateien, Android-Debugging, unbeaufsichtigter Zugriff, Einstellungen.
Hiatus Remote verbindet zwei Rechner über das Internet: Eine Person (der Supporter) sieht und steuert den Bildschirm einer anderen (des Targets), überträgt Dateien oder öffnet eine Kommandozeile. Alles ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt; auch der Betreiber des Relay-Servers kann nicht mitlesen.
Dieses Handbuch richtet sich an alle, die Hiatus Remote benutzen – wer Hilfe bekommt und wer hilft. Einrichtung von Server und Dienst beschreibt das Administratorhandbuch.
1. Erster Start: Relay-Server einrichten
Hiatus Remote verbindet sich über einen Relay-Server Ihres Betreibers (Firma, IT-Abteilung, Dienstleister). Beim ersten Start fragt das Programm danach:
- Fügen Sie den Zugangscode ein, den Sie vom Betreiber bekommen haben. Er sieht etwa so aus:
hiatus://relay.example.org:443?pin=sha256:3f9a…Server, Port und Pin werden dabei automatisch ausgefüllt. - Alternativ tragen Sie Server, Port und Pin einzeln ein (ein Pin je Zeile).
- Klicken Sie auf Prüfen und speichern. Hiatus Remote baut eine Probeverbindung auf und prüft, ob der Server zum Pin passt. Erst dann wird gespeichert.
Hat der Betreiber eine Relay-Datei (*.relay) mitgeliefert, steht der Zugangscode schon im Feld – prüfen Sie Server und Pin und klicken Sie auf Prüfen und speichern.
Ohne Relay-Server arbeiten Sie mit Ohne Relay-Server fortfahren: Der Dialog erscheint dann nicht mehr; Verbindungen gehen nur direkt per Adresse (z. B. im VPN). Einrichten lässt sich der Server später unter Einstellungen → Netzwerk → Relay-Server.
Der Pin ist der digitale Fingerabdruck des Servers. Er schützt davor, dass sich jemand als Ihr Server ausgibt. Übernehmen Sie ihn nur aus einer vertrauenswürdigen Quelle (vom Betreiber, nicht aus einer unbekannten E-Mail).
Mögliche Meldungen bei der Prüfung:
| Meldung | Bedeutung |
|---|---|
| Server nicht gefunden | Der Name ist falsch geschrieben oder das Netz hat keine Namensauflösung. |
| Server nicht erreichbar | Falscher Port, Server aus oder eine Firewall blockiert. |
| Der Pin passt nicht zu diesem Server | Pin falsch abgetippt – oder ein fremder Server. Beim Betreiber nachfragen. |
| Unter dieser Adresse läuft kein Hiatus-Relay | Die Adresse gehört zu einem anderen Dienst. |
Ist auf dem Rechner der Hiatus-Dienst installiert (siehe Kapitel 7), übernimmt Hiatus Remote dessen Server; der Dialog erscheint dann nicht.
Später ändern: Einstellungen → Netzwerk → Relay-Server → Ändern … (siehe Kapitel 8).
2. Das Hauptfenster
- Links die Navigation: Verbinden, Aktive Sitzungen, Geräte, Einstellungen.
- Unten die Statusleiste: Verbindung zum Relay-Server (grüner Punkt = verbunden), der Servername und rechts die Version – ein Klick darauf öffnet „Über Hiatus Remote“.
- Hiatus Remote läuft einmal je Benutzer. Starten Sie es erneut, kommt das vorhandene Fenster nach vorn.
- Das Fenster passt sich kleinen Bildschirmen an; Doppelklick auf die Titelleiste maximiert bzw. stellt wieder her.
- Minimieren (Windows) legt Hiatus Remote in den Infobereich der Taskleiste (neben der Uhr) – Ihr Rechner bleibt erreichbar. Ein Klick auf das Symbol öffnet das Fenster wieder; das Kontextmenü des Symbols bietet Hiatus Remote öffnen und Beenden. Beendet wird Hiatus Remote nur mit dem X im Fenster oder über Beenden am Symbol. Kommt eine Verbindungsanfrage, erscheint das Fenster von selbst.
3. Hilfe bekommen: diesen Rechner freigeben
Auf der Seite Verbinden, links unter Diesen Rechner freigeben:
- Ihre ID – neun Ziffern, z. B.
482 917 305. Sie bleibt gleich. - Einmal-Passwort – zehn Zeichen, z. B.
K7QW2-MZP4R. Es wechselt alle 10 Minuten (Balken zeigt die Restzeit) und nach jeder Sitzung. Mit dem Pfeil-Symbol erzeugen Sie sofort ein neues.
Geben Sie ID und Passwort nur an Personen weiter, die Sie kennen – am besten am Telefon. Das Passwort verlässt Ihren Rechner nie; es dient nur dem sicheren Schlüsselaustausch.
Die Anfrage
Verbindet sich jemand, erscheint ein Dialog mit:
- der ID des Supporters,
- vier Fingerprint-Wörtern – lesen Sie sie gemeinsam vor; der Supporter sieht dieselben vier Wörter. Stimmen sie nicht überein, lehnen Sie ab. Steht die ID mit einem anderen Schlüssel auf der Liste der zugelassenen Supporter, warnt der Dialog rot: Möglicherweise meldet sich jemand anderes mit dieser ID – dann nur nach Abgleich des Fingerprints zulassen;
- den Berechtigungen, die Sie gewähren:
| Berechtigung | Was der Supporter damit kann |
|---|---|
| Bildschirm ansehen | Ihren Bildschirm sehen |
| Maus und Tastatur steuern | Ihren Rechner bedienen |
| Dateien übertragen | Dateien hoch- und herunterladen, mit Ihren Benutzerrechten |
| Remote Shell | Eine Kommandozeile mit Ihren Rechten öffnen |
| Systemaudio | Den Ton Ihres Rechners hören |
| Sitzung aufzeichnen | Standard aus, nie vorausgewählt: Das Gegenüber darf Bild, Ton und Remote Shell dieser Sitzung bei sich aufzeichnen. Startet es die Aufzeichnung, zeigt die Hinweisleiste dauerhaft „● Aufzeichnung läuft – beenden“; ein Klick darauf (oder Ausschalten der Berechtigung unter Aktive Sitzungen) beendet sie sofort. Beginn und Ende stehen im Verlauf. |
| Zwischenablage | Kopierten Text und Bilder austauschen |
| Tunnel zu Ports dieses Rechners | Programme auf seinem Rechner mit Diensten verbinden, die auf Ihrem Rechner lauschen (nur localhost, z. B. ein Remote Debugger oder eine Serveranwendung) |
| Remote-Debugging | Den Visual Studio Remote Debugger auf Ihrem Rechner starten und damit Programme untersuchen – ein Debugger kann laufende Programme anhalten, auslesen und verändern. Nur für Entwickler, denen Sie vertrauen. |
| Android-Gerät debuggen | Über ADB vollen Zugriff auf ein Android-Gerät an Ihrem Rechner (USB) oder in Ihrem WLAN: Apps installieren, debuggen und untersuchen, Logs lesen, Dateien der Apps. Am Telefon müssen Sie das zusätzlich erlauben. |
| Android-Geräte per Adresse eintragen | Nur zusammen mit Android-Gerät debuggen: Das Gegenüber darf Geräte in Ihrem Netz mit IP-Adresse und Port selbst eintragen (z. B. Fire TV, Shield) und wieder entfernen, statt dass Sie es tun. Nur Adressen im lokalen Netz; jeder Eintrag steht im Verlauf. |
Dateien, Shell, Ton, Zwischenablage, Tunnel, Remote-Debugging und Android sind voreingestellt aus. Gewähren Sie nur, was nötig ist. Der Schalter Alle über der Liste schaltet alle Berechtigungen auf einmal ein oder aus.
Hiatus Remote holt sein Fenster bei einer Anfrage nach vorn und in den sichtbaren Bereich des Bildschirms (auch wenn es halb hinausgeschoben oder sehr klein war). Fingerprint, Hinweis und die Knöpfe Ablehnen/Zulassen bleiben immer sichtbar; reicht der Platz nicht, rollt nur die Liste der Berechtigungen.
Beantworten Sie die Anfrage nicht, wird sie nach 30 Sekunden automatisch abgelehnt. Nach drei falschen Passwörtern sperrt Hiatus Remote eingehende Verbindungen kurz und erzeugt ein neues Passwort.
Während Sie Hilfe bekommen
Oben am Bildschirm zeigt eine Hinweisleiste „Fernzugriff aktiv“, wer gerade zugreift. Dort können Sie jederzeit:
- Steuerung entziehen – der Supporter sieht nur noch zu,
- Zwischenablage aus, Shell aus, Ton aus, laufende Dateiübertragungen stoppen,
- Tunnel aus (Port …) – zeigt die Ports Ihres Rechners, die der Supporter über einen Tunnel erreicht, und schließt alle Tunnel samt offener Verbindungen,
- Debugger aus (…) – zeigt das Konto und den Anmeldemodus des laufenden Remote Debuggers und beendet ihn samt Berechtigung,
- Android aus (…) – zeigt das verbundene Android-Gerät und beendet das Android-Debugging. Zum Koppeln per WLAN zeigt Hiatus Ihnen auf Wunsch des Supporters einen QR-Code (am Telefon unter Kabelloses Debugging → Gerät über QR-Code koppeln scannen) oder fragt nach dem 6-stelligen Kopplungscode vom Telefon; erscheint Ihr Telefon nicht von selbst, tragen Sie es mit IP-Adresse und Port von Hand ein,
- Beenden – die Sitzung sofort trennen.
Damit die Leiste nichts verdeckt, fährt sie nach einigen Sekunden an den oberen Rand hoch; dort bleibt ein kleiner Griff „● Fernzugriff“ stehen. Fahren Sie mit der Maus darüber, klappt die Leiste wieder aus. Zu Beginn und bei jeder Änderung (z. B. Shell geöffnet, Datei wird übertragen) klappt sie für ein paar Sekunden von selbst aus. Mit dem Pin neben Beenden heften Sie die Leiste an – sie bleibt dann ausgeklappt (die Wahl wird gemerkt).
4. Helfen: einen Partner fernsteuern
Auf der Seite Verbinden, rechts unter Partner fernsteuern:
- Partner-ID eingeben (neun Ziffern).
- Modus wählen: Fernsteuerung, Dateien oder Remote Shell (der Modus legt nur die erste Ansicht fest).
- Verbinden klicken und das Passwort des Partners eingeben.
- Die vier Fingerprint-Wörter mit dem Partner vergleichen und bestätigen.
Der Partner bestätigt die Anfrage und wählt die Berechtigungen. Zuletzt verbundene Partner stehen unter Zuletzt verbunden.
Direktverbindung (ohne Relay-Server): Erreichen Sie den Rechner über ein VPN und hat er dort Direktverbindungen eingeschaltet, geben Sie statt der Partner-ID seine Adresse ein – z. B. 10.20.5.17, server01 oder 10.20.5.17:5000 bei einem anderen Port als 47443 (IPv6 in eckigen Klammern: [fd00::5]:47443). Unter dem Feld steht dann „Direktverbindung zu …“; ein Relay-Server ist dafür nicht nötig. Beim ersten Mal zeigt der Verbindungsdialog den Fingerabdruck des Rechners – vergleichen Sie ihn mit dem, den der Kunde unter Einstellungen → Netzwerk → Direktverbindungen sieht. Hiatus Remote merkt sich Adresse und Fingerabdruck; meldet sich unter der Adresse später ein Rechner mit anderem Zertifikat, wird die Verbindung abgewiesen. Der Dialog nennt dann das Gerät, das zuletzt unter der Adresse erreichbar war (z. B. weil Hiatus dort neu eingerichtet wurde). Fingerabdruck neu prüfen vergisst den gemerkten Fingerabdruck dieser Adresse und verbindet wie beim ersten Mal – vergleichen Sie ihn dann wieder mit dem beim Kunden. Ohne Abgleich nie bestätigen: Ein abweichendes Zertifikat kann auch ein fremder Rechner sein. Passwort, Fingerprint-Abgleich und unbeaufsichtigter Zugriff funktionieren wie gewohnt.
5. Während der Sitzung
Jede Sitzung ist ein Tab in der Titelleiste; mit + öffnen Sie eine weitere. Die Werkzeugleiste:
| Schaltfläche | Funktion |
|---|---|
| E2EE | Zeigt Verschlüsselung und Fingerprint der Sitzung. |
| Monitor 1/2 … | Bildschirm des Partners wählen (bei mehreren). |
| Strg+Alt+Entf | Sendet die Tastenfolge – z. B. zum Entsperren oder am Anmeldebildschirm. Nur aktiv, wenn sie am Partner-Rechner wirkt (Windows: Hiatus-Dienst und Richtlinie, siehe Administratorhandbuch); sonst ausgegraut, der Tooltip nennt den Grund. |
| Dateien | Zweispaltige Dateiansicht: links Ihr Rechner, rechts der Partner (siehe Dateien übertragen unten). |
| Shell | Kommandozeile am Partner-Rechner (PowerShell, cmd bzw. die Login-Shell), bis zu vier gleichzeitig. Kopieren/Einfügen mit Strg+Umschalt+C/V. Ist über das Android-Fenster ein Gerät verbunden, steht es zusätzlich in der Auswahl („ADB · Samsung SM-S948B (USB)“): eine ADB-Shell auf dem Gerät (mit Terminal, Farben, Strg+C), über das adb dieses Rechners durch den Tunnel – braucht ebenfalls Remote Shell. Wird das Gerät getrennt oder Remote Shell entzogen, endet sie („beendet: Android-Gerät getrennt“). |
| Tunnel | Portweiterleitung zum Partner-Rechner (siehe unten), bis zu 32 Tunnel. |
| Remote Debugger | Startet den Visual Studio Remote Debugger auf dem Partner-Rechner (siehe unten). |
| Android | Android-Geräte des Partners verbinden und debuggen, Logcat öffnen (siehe Android-Geräte debuggen und Logcat Viewer). |
| Bildschirm | Zur Bildansicht; Bildschirm, Dateien, Shell und Tunnel sind Ansichten der Sitzung, die aktive ist hervorgehoben. |
| Zeiger | Mauszeiger des Partners ein-/ausblenden. |
| Audio | Ton des Partners hören (wenn der Partner es erlaubt). |
| Qualität | Automatisch (Standard: erst weniger Bilder, dann geringere Auflösung), Qualität bevorzugen (Schrift bleibt scharf, dafür bis 5 Bilder/s), Geschwindigkeit bevorzugen (flüssig, dafür geringere Auflösung) oder Manuell (eigene Obergrenzen bis 16 Mbit/s und 60 Bilder/s; werden für die nächsten Sitzungen gemerkt). Alle Modi sind Obergrenzen: Bei langsamer Leitung sinkt die Qualität darunter (Hinweis „Langsame Verbindung beim Gegenüber“). |
| Trennen | Sitzung beenden. |
Unten zeigt die Statusleiste, ob die Verbindung direkt im lokalen Netz (P2P · LAN direkt), direkt über das Internet (P2P · QUIC direkt), über das Relay oder – wenn UDP im Netz gesperrt ist – über das Relay per TCP läuft, dazu die Laufzeit (RTT) und die Bildrate. Beginnt eine Sitzung über das Relay, sucht Hiatus im Hintergrund weiter nach einem Direktweg und wechselt ohne Unterbrechung dorthin; die Anzeige springt dann auf „P2P“.
Zwischenablage: Nur was während der Sitzung neu kopiert wird, wird übertragen – Text bis 1 MiB, Bilder bis 64 MiB (als PNG) und 40 Mio. Bildpunkte. Ein größeres Bild – etwa ein Kamerafoto aus der Fotos-App – wird nicht übertragen; der Supporter bekommt dann einen Hinweis und kann es als Datei übertragen. Mit mehreren Sitzungen tauscht der Supporter die Zwischenablage nur mit der Sitzung im aktiven Tab aus, in beide Richtungen.
Tunnel: Damit verbinden Sie ein Programm auf Ihrem Rechner mit einem Dienst auf dem Partner-Rechner – etwa Ihren Client der Firmensoftware mit deren Serveranwendung oder Visual Studio mit dem Remote Debugger –, ohne VPN und ohne Freigaben in der Firewall. Unter Tunnel → Tunnel hinzufügen geben Sie an:
- Lokaler Port – auf diesem Port lauscht Hiatus auf Ihrem Rechner, nur unter
127.0.0.1(für andere Rechner in Ihrem Netz nicht erreichbar). Leer lassen für einen freien Port. - Port beim Partner – dort landen die Verbindungen, immer auf dem Partner-Rechner selbst (
localhost).
Remote-Prozess … (neben Hinzufügen) erspart das Nachschlagen der Ports: Der Dialog Tunnel zu Remote-Prozessen zeigt alle Prozesse auf dem Partner-Rechner, die auf einem TCP-Port lauschen – auch Dienste (z. B. svchost.exe · TermService, postgres.exe · postgresql-x64-16) – mit Prozess, PID, Benutzer, Ports und Pfad. Ein Klick auf einen Spaltenkopf sortiert (erneut: umgekehrt); die Breite einer Spalte ziehen Sie am rechten Rand ihres Kopfs (Doppelklick: Standardbreite) – ist die Tabelle dann breiter als der Dialog, rollt sie waagerecht. Der Dialog wächst mit dem Fenster. Das Suchfeld filtert nach Prozess- oder Dienstnamen, Aktualisieren fragt neu ab. Wählen Sie einen oder mehrere Prozesse (Kästchen, Klick auf die Zeile, Umschalt-Klick für einen Bereich, Leertaste) und bestätigen Sie mit n Tunnel anlegen: Je Port entsteht ein Tunnel, lokal mit demselben Port, wenn er frei ist, sonst mit einem freien; die Tunnelliste nennt den Prozess dazu. Ausgegraut und nicht wählbar sind Ports, die schon getunnelt sind, und Listener, die nur an eine Netzwerkadresse gebunden sind („1433: nur an 10.0.0.5 gebunden“) – sie sind über localhost nicht erreichbar. Mehr als die freien Tunnel (höchstens acht) lassen sich nicht anlegen; der Dialog sagt, wie viele Ports zu viel gewählt sind. Programme, die über HTTP.sys lauschen (WCF, HttpListener, ASP.NET mit HTTP.sys, IIS), besitzen ihren Port unter Windows nicht selbst – er gehört dem Prozess System. Hiatus ordnet solche Ports dem Programm zu, das dort seine URLs angemeldet hat, und vermerkt „1115 über HTTP.sys“; teilen sich mehrere Programme einen Port (verschiedene URL-Pfade), steht er bei jedem, angelegt wird er nur einmal. Läuft beim Partner Hiatus ohne Dienst, fehlen bei fremden Prozessen evtl. Pfad oder Benutzer, und HTTP.sys-Ports können bei System bleiben; die Ports stehen trotzdem in der Liste. Ein Partner mit älterer Version kann keine Prozesse auflisten („ältere Version“) – dann den Port wie oben eintragen.
Grenzen: höchstens 32 Tunnel je Sitzung und 64 gleichzeitige Verbindungen über alle Tunnel und den Remote Debugger zusammen (Android hat eigene 64). Ist eine Grenze erreicht, wird die Verbindung abgewiesen – nie still: Es erscheint der Hinweis „Verbindungsgrenze erreicht“, und am Tunnel steht in Warnfarbe „n abgewiesen (Grenze: 64 Verbindungen …)“. Schließen Sie dann nicht benötigte Verbindungen oder Tunnel, oder öffnen Sie für eine weitere Aufgabe eine zweite Sitzung. Alle Grenzen stehen im Administratorhandbuch unter Grenzen einer Sitzung.
Ihr Programm verbindet sich dann mit 127.0.0.1:<lokaler Port> (Adresse mit dem Kopier-Symbol übernehmen). Die Liste zeigt je Tunnel den Zustand, die Zahl der Verbindungen und die übertragene Menge; jeder Tunnel lässt sich einzeln stoppen, starten und entfernen. Der Partner muss Tunnel erlauben und sieht in seiner Hinweisleiste, welche Ports Sie erreichen. Entzieht er die Berechtigung, enden alle Tunnel; danach starten Sie sie selbst wieder. Die Verbindungen laufen Ende-zu-Ende-verschlüsselt durch die Sitzung – direkt oder über das Relay.
Remote Debugger: Damit debuggen Sie ein Programm auf dem Partner-Rechner mit Visual Studio, ohne VPN. Voraussetzung: Auf dem Partner-Rechner sind die Remote Tools für Visual Studio installiert; der Partner muss Remote-Debugging erlauben. Unter Remote Debugger wählen Sie:
- Anmeldung – Windows-Anmeldung (Visual Studio fragt beim Anhängen nach einem Konto des Partner-Rechners, sicherer) oder ohne Anmeldung (bequemer, aber im Netz des Partners für alle offen).
- Konto – unter welchem Konto der Debugger läuft: der angemeldete Benutzer, als Administrator (für Dienste) oder ein anderes Konto mit Benutzer und Passwort (z. B. das Dienstkonto der Software; das Passwort geht nur verschlüsselt an den Partner, wird dort einmalig für den Start verwendet und nicht gespeichert). Als Administrator setzt den Hiatus-Dienst voraus oder dass Hiatus auf dem Partner-Rechner selbst als Administrator läuft – sonst meldet Hiatus, dass es als Administrator neu zu starten ist (ein erhöhter Debugger ließe sich sonst nicht fernsteuern).
- Symbole (optional, standardmäßig aus) – normalerweise lädt Visual Studio die Symbole wie gewohnt auf Ihrem Rechner; Hiatus überträgt dann nichts. Nur wenn Sie Symbole auf dem Zielrechner bereitstellen ankreuzen und einen lokalen Ordner mit den Symboldateien (PDBs) wählen, überträgt Hiatus diese nach dem Start in einen nur für den Zielbenutzer lesbaren, temporären Ordner der Sitzung und sagt Visual Studio dort Bescheid. Passend sind nur die PDBs genau des Builds beim Partner. Der Ordner wird beim Beenden wieder gelöscht.
Nach Starten zeigt Hiatus zwei lokale Adressen: eine für 64-Bit- und eine für 32-Bit-Programme. In Visual Studio öffnen Sie Debuggen → An Prozess anhängen und fügen die passende Adresse (z. B. 127.0.0.1:4026) als Ziel ein. Wählen Sie den passenden Codetyp (verwaltet .NET bzw. systemeigen). Beenden stoppt den Debugger; er endet auch mit der Sitzung oder wenn der Partner die Berechtigung entzieht. Intern läuft die Verbindung über Tunnel, die Hiatus selbst anlegt.
Benutzerwechsel am Partner-Rechner (nur mit Hiatus-Dienst): Meldet sich dort ein anderer Benutzer an, erscheint der Hinweis „Benutzer gewechselt“. Die Dateiansicht wechselt in das Verzeichnis des neuen Benutzers; offene Shells des vorigen Benutzers werden beendet („beendet: Benutzer an der Konsole gewechselt“). Sie arbeiten danach immer mit den Rechten des Benutzers, der gerade angemeldet ist.
Sitzung aufzeichnen
Mit Aufzeichnen in der Leiste der Sitzung zeichnen Sie die Fernsteuerung auf – nur, wenn das Gegenüber es erlaubt hat (Berechtigung Sitzung aufzeichnen, Standard aus; sonst ist der Knopf gesperrt). Während der Aufzeichnung zeigt der Knopf „● Aufzeichnung 00:12:34 · 85 MB“, ein Klick darauf beendet sie. Das Gegenüber sieht die ganze Zeit „● Aufzeichnung läuft – beenden“ und kann sie jederzeit beenden; dann endet sie bei Ihnen sofort (Hinweis „Aufzeichnung beendet“).
- Was: das Bild des angezeigten Monitors (in der Qualität, die gerade übertragen wird) und, wenn er eingeschaltet ist, der Ton – ohne erneutes Kodieren, daher kaum Rechenlast.
- Wohin: in den Ordner aus Einstellungen → Allgemein → Aufzeichnungen (Voreinstellung
Videos\Hiatus), NameHiatus_<Partner-ID>_<Datum>_<Uhrzeit>.mkv. Daneben eine Ereignisdatei (.txt) mit Beginn, Ende, Monitorwechsel, übertragenen Dateien und Strg+Alt+Entf. Bei einem Monitorwechsel oder ab 2 GB beginnt eine neue Datei (…_2.mkv). - Remote Shell: Läuft während der Aufzeichnung eine Remote Shell (auch eine schon vorher geöffnete), wird ihre Ausgabe zusätzlich als Text mitgeschnitten: je Shell eine Datei
…_shell1.cast,…_shell2.cast(Format asciicast v2), in der Ereignisdatei mit Beginn und Ende vermerkt. Eingaben stehen nicht darin, nur was die Shell ausgibt (dazu gehört normalerweise auch das Echo der Eingabe). - Abspielen: z. B. mit VLC oder der Windows-Medienwiedergabe;
.cast-Dateien mit asciinema (asciinema play Datei.cast) – oder als Text in einem Editor lesen. - Aufzeichnungen werden nicht automatisch gelöscht. Sie können Bildschirminhalte des Gegenübers enthalten – gehen Sie damit sorgfältig um.
Dateien übertragen
Beide Seiten sind gleich aufgebaut:
- Kopf: Laufwerk (mit Name) und Suche – filtert den aktuellen Ordner beim Tippen (Teil des Namens, ohne Groß-/Kleinschreibung). Mit Platzhaltern gilt die Eingabe für den ganzen Namen:
*für beliebig viele Zeichen,?für genau eins – z. B.*.pdfoderbericht_q?.xlsx. Enter (oder der Ordner-Knopf im Feld) sucht zusätzlich in allen Unterordnern – siehe In Unterordnern suchen. - Navigation: Zurück, Vor, Übergeordneter Ordner, Aktualisieren und der Pfad als anklickbare Abschnitte. Ein Klick in die freie Fläche des Pfads öffnet die Eingabe, mit Pfad kopieren kommt er in die Zwischenablage. Das Auge zeigt versteckte und Systemdateien, abgeblendet.
- Schnellzugriff: Home, Desktop, Dokumente, Downloads und Temp – auf der rechten Seite die Ordner des Benutzers am Partner-Rechner.
- Liste: Name, Größe, Typ und Geändert. Ein Klick auf einen Spaltenkopf sortiert, ein zweiter kehrt um; Ordner stehen immer oben. Schmale Fenster blenden Typ und Datum aus.
- Auswahl: wie im Explorer – Klick, Strg+Klick (hinzufügen bzw. entfernen), Umschalt+Klick (Bereich ab der zuletzt angeklickten Zeile), Strg+Umschalt+Klick (Bereich hinzufügen), die Kästchen oder Strg+A. Die Fußzeile zeigt Anzahl und Größe der Auswahl und den freien Speicher.
Dateien und Ordner bearbeiten – auf beiden Seiten gleich, rechts mit den Rechten des Benutzers am Partner-Rechner und nur mit der Berechtigung Dateien übertragen:
- Neuer Ordner (Knopf neben dem Auge): legt „Neuer Ordner“ an (bzw. „Neuer Ordner (2)“ …) und öffnet gleich die Umbenennung.
- Das Menü ⋯ wirkt auf die Auswahl:
- Umbenennen (ein Element) direkt in der Zeile: Enter übernimmt, Esc bricht ab. Ein unzulässiger oder schon vorhandener Name wird unter dem Feld begründet.
- Duplizieren (ein Element): Kopie als „Name (1).ext“ im selben Ordner; Ordner samt Inhalt, Verknüpfungen werden nicht mitkopiert.
- Löschen: links in den Papierkorb (rückgängig zu machen) oder endgültig; rechts auf dem Zielrechner immer endgültig – mit Rückfrage. Ordner werden samt Inhalt gelöscht, Verknüpfungen selbst entfernt (nie ihr Ziel).
- Eigenschaften (ein Element): Ort, Größe (bei Ordnern Summe und Anzahl der Dateien und Unterordner), Geändert, Erstellt, Letzter Zugriff, Besitzer, Attribute; unter Linux die Rechte (z. B.
rwxr-xr-x (755)).
- Grenzen wie bei Ordnerübertragungen: Löschen, Duplizieren und die Ordnergröße erfassen höchstens 10 000 Einträge und 32 Ebenen – größere Ordner werden nicht angefasst.
Kontextmenüs und Tastenkürzel: Ein Rechtsklick auf die Auswahl öffnet ihr Menü (dasselbe wie ⋯), ein Rechtsklick auf die freie Fläche das Menü des Ordners (Neuer Ordner, Einfügen, Aktualisieren, Versteckte Dateien, Rasteransicht, Sortieren nach, Alles auswählen). Links gibt es zusätzlich Öffnen (Standardprogramm), Öffnen mit … (Windows) und Im Explorer zeigen; Hochladen nach ▸ bzw. rechts Herunterladen nach ▸ bietet den aktuellen Ordner der anderen Seite, deren Schnellzugriffe und Anderer Ordner … (Pfad eintippen). Die Kürzel wirken, wenn die Liste den Fokus hat:
| Taste | Wirkung |
|---|---|
| Enter | Ordner öffnen; links eine Datei mit dem Standardprogramm öffnen |
| Rücktaste | übergeordneter Ordner |
| F2 | Umbenennen |
| F5 | Auswahl auf die andere Seite übertragen |
| Entf | links in den Papierkorb, rechts löschen (mit Rückfrage) |
| Umschalt+Entf | endgültig löschen (mit Rückfrage) |
| Strg+C / Strg+X / Strg+V | Kopieren / Ausschneiden / Einfügen |
| Strg+Umschalt+C | Pfade der Auswahl kopieren |
| Strg+D | Duplizieren |
| Strg+Umschalt+N | Neuer Ordner |
| Alt+Enter | Eigenschaften |
| Strg+A, Leertaste | alles auswählen, Zeile aus- bzw. abwählen |
| Pfeile, Pos1/Ende, Bild↑/Bild↓ | Zeile auswählen; mit Umschalt den Bereich erweitern, mit Strg nur den Fokus bewegen (Raster: ←/→ eine Kachel, ↑/↓ eine Reihe) |
Kopieren und Einfügen: Auf derselben Seite kopiert bzw. verschiebt Einfügen in den gerade geöffneten Ordner (vorhandene Namen werden zu „Name (1).ext“, verschoben wird nie über eine vorhandene Datei). Auf der anderen Seite eingefügt, wird übertragen – auch ausgeschnittene Elemente werden dabei kopiert, die Quelle bleibt. Links kopierte Dateien lassen sich auch im Explorer einfügen, und im Explorer kopierte Dateien rechts einfügen (= hochladen).
Rasteransicht: Der Knopf neben dem Auge wechselt zwischen Liste und großen Symbolen; Auswahl, Menüs, Ziehen und Kürzel funktionieren in beiden.
In Unterordnern suchen: Suchbegriff eintippen und Enter drücken – gesucht wird ab dem geöffneten Ordner in allen Unterordnern, auf dieser Seite, auf dem PC des Partners und auf einem Android-Gerät (auch in den App-Daten). Es gelten dieselben Regeln wie beim Filtern (Teil des Namens bzw. */? für den ganzen Namen); gesucht wird nur nach Namen, nicht im Inhalt. Treffer sind Dateien und Ordner.
- Die Liste zeigt dann die Treffer mit der zusätzlichen Spalte Ordner (Ort ab dem Ordner, in dem die Suche begann; der vollständige Pfad als Tooltip). Sie erscheinen laufend; die Leiste darüber nennt Suchbegriff, Anzahl der Treffer und durchsuchten Ordner, Abbrechen hält die Suche an (die bisherigen Treffer bleiben), ✕ oder Esc kehrt zum Ordner zurück.
- Mit Treffern geht fast alles wie im Ordner: übertragen (Knöpfe, Ziehen, F5, Kopieren/Einfügen auf der anderen Seite), umbenennen, löschen, Eigenschaften, Pfad kopieren, öffnen bzw. lokal bearbeiten; Komprimieren nur für Treffer aus demselben Ordner. Im Ordner zeigen (Menü eines Treffers) öffnet seinen Ordner mit dem Treffer ausgewählt; Zurück führt wieder zum Ordner, in dem gesucht wurde. Gelöschte bzw. umbenannte Treffer werden in der Liste nachgeführt; Aktualisieren sucht neu.
- Einen neuen Ordner anlegen und Einfügen gehen nur im Ordner, nicht in der Trefferliste. Ein Wechsel des Ordners beendet die Suche.
- Versteckte und Systemdateien – und ihre Ordner – werden nur durchsucht, wenn das Auge an ist. Verknüpfungen (Symlinks, Junctions) werden gefunden, aber nie betreten.
- Grenzen: höchstens 2 000 Treffer, 50 000 Ordner und 32 Ebenen; Ordner, die man nicht lesen darf, werden übersprungen und gezählt. Ist eine Grenze erreicht, sagt die Leiste das („unvollständig“) – dann den Suchbegriff genauer fassen oder tiefer im Baum beginnen.
- Beim Partner wird mit den Rechten des angemeldeten Benutzers gesucht und nur mit der Berechtigung Dateien übertragen; eine Suche steht dort nicht im Audit-Log.
Komprimieren (Menü der Auswahl):
- links Als ZIP komprimieren – das Archiv entsteht im selben Ordner (ein Element: sein Name, mehrere: der Name des Ordners; vorhandene Namen werden zu „Name (1).zip“);
- links Als eine ZIP-Datei hochladen – die Auswahl wird zuerst hier gepackt und dann als eine Datei übertragen (die Zwischendatei wird danach entfernt);
- rechts Auf dem Zielrechner komprimieren ▸ ZIP, Tarball (.tar.gz) oder 7-Zip – gepackt wird beim Partner, das spart beim anschließenden Herunterladen Zeit.
Der Fortschritt steht in der Transferliste; ✕ bricht ab, ein halbfertiges Archiv wird entfernt. Verknüpfungen werden nicht aufgenommen; Grenzen: 10 000 Einträge, 32 Ebenen, 64 GB. Entpacken bietet Hiatus bewusst nicht an.
Weitere Aktionen rechts (Menü der Auswahl bzw. der freien Fläche):
- Auf dem Zielrechner öffnen – startet die Datei mit dem Standardprogramm des angemeldeten Benutzers. Nur mit der Berechtigung Remote Shell (ohne sie ist der Eintrag gesperrt), nie am Anmeldebildschirm; nur über das Menü – Enter und Doppelklick starten beim Partner nichts.
- Lokal bearbeiten – lädt die Datei herunter und öffnet sie hier mit dem passenden Programm. Bei jedem Speichern lädt Hiatus sie automatisch zurück; hat sie sich beim Partner inzwischen geändert, fragt Hiatus vorher („Überschreiben“ oder „Nicht hochladen“). Die lokale Kopie liegt im Datenverzeichnis und wird mit der Sitzung entfernt; nach Entzug der Berechtigung wird nichts mehr zurückgeladen.
- PowerShell hier öffnen, cmd hier öffnen … (je Shell des Partners ein Eintrag) – öffnet die Shell in diesem Ordner (ein ausgewählter Ordner bzw. der aktuelle); braucht die Berechtigung Remote Shell.
Dateien auf Android-Geräten: Ist über das Android-Fenster ein Gerät des Partners verbunden (USB oder WLAN) und sind Dateien übertragen und Android-Debugging erlaubt, wird der Kopf der rechten Seite („Remote · …“) zur Auswahl: PC des Partners oder eines der verbundenen Geräte. Mit einem Gerät zeigt die rechte Seite dessen Dateien – Laufwerke (Interner Speicher, Speicherkarten, Gerät (/)), Schnellzugriff (Interner Speicher, Downloads, Dokumente, Bilder, Kamera, Temp = /data/local/tmp) und je debugfähiger App (Debug-Build) ein Ort App-Daten: <Paket> mit ihrem privaten Ordner (Datenbanken, Einstellungen, Dateien). Release-Apps aus dem Store gibt Android so nicht frei.
- Jedes System behält seinen Ordner und Verlauf; wird das Gerät getrennt oder Android-Debugging beendet, wechselt die Ansicht mit einem Hinweis zurück zum PC.
- Auf dem Gerät gehen Navigation, Suche (Enter auch in Unterordnern, z. B.
*.jpgab Interner Speicher; Hunderte Ordner in wenigen Sekunden), Eigenschaften, Neuer Ordner, Umbenennen, Duplizieren, Kopieren/Ausschneiden und Einfügen auf dem Gerät, Löschen (immer endgültig, mit Bestätigung) und Auf dem Zielrechner komprimieren (ZIP, tar.gz, 7z – gerechnet wird auf diesem Rechner, die Daten laufen durch den Tunnel). Auf dem Zielrechner öffnen und PowerShell/cmd hier öffnen sind ausgegraut („nur auf dem PC des Partners“). - Übertragen wie beim PC – auch in und aus den App-Daten: Hoch- und Herunterladen (Knöpfe, Ziehen, Strg+C/V, Dateien aus dem Explorer, Ordner samt Unterordnern), Konfliktdialog, Pause/Fortsetzen, Lokal bearbeiten. Die Übertragungen erscheinen in derselben Liste und laufen weiter, wenn Sie zum PC zurückschalten; wird das Gerät getrennt, enden offene Übertragungen mit „Verbindung verloren“.
- Hinweis für Datenbanken in den App-Daten: Eine laufende App kann hochgeladene Dateien überschreiben – App vorher beenden. SQLite-Datenbanken bestehen oft aus mehreren Dateien (
name.db,name.db-wal,name.db-shm); für einen vollständigen Stand alle mitnehmen. - ADB-Shell hier öffnen (statt PowerShell/cmd auf dem Gerät): öffnet eine ADB-Shell in diesem Ordner, in den App-Daten als die App (
run-as). Braucht die Berechtigung Remote Shell. - APK auf dem Gerät installieren (Kontextmenü, nur bei genau einer ausgewählten
.apk-Datei – auch in den App-Daten): installiert die App ohne Rückfrage am Gerät (pm install; ersetzt eine vorhandene Version, auch Test-APKs und ältere Versionen). Ergebnis als Hinweis, bei einem Fehler mit dem Grund des Geräts – z. B.INSTALL_FAILED_UPDATE_INCOMPATIBLE: Die installierte App ist anders signiert (etwa Release statt Debug), vorher deinstallieren. Manche Hersteller verlangen dafür zusätzlich Über USB installieren in den Entwickleroptionen. Während der Installation (große APKs: bis zu einigen Minuten) warten die übrigen Aufträge an dieses Gerät. - Verbinden und Koppeln beschreibt Android-Geräte debuggen. Zugriff über das adb des Entwicklers durch den verschlüsselten Android-Tunnel der Sitzung; beim Partner ändert sich nichts. Im Verlauf des Partners steht wie bisher die Android-Verbindung, nicht jede einzelne Datei.
Übertragen:
- Hochladen (→) und Herunterladen (←) in der Mitte übertragen die Auswahl in den aktuellen Ordner der anderen Seite. Die Zahl am Knopf ist die Anzahl der ausgewählten Elemente.
- Ziehen: Ausgewählte Elemente auf die andere Seite ziehen; über einem Ordner abgelegt, landen sie darin. Esc bricht ab. Dateien aus dem Explorer lassen sich auf die rechte Seite ziehen.
- Vergleichen markiert Dateien, die auf der anderen Seite fehlen oder sich in Größe bzw. Datum unterscheiden (gelbe Leiste); ein zweiter Klick hebt die Markierung auf.
- Ordner werden samt Unterordnern übertragen (auch leere); Verknüpfungen werden übersprungen. Grenzen: 10 000 Dateien, 10 000 Unterordner und 32 Ebenen je Ordner.
- Abgebrochene Übertragungen (z. B. nach einem Verbindungsabbruch) werden beim nächsten Versuch fortgesetzt.
- Die Statusleiste zeigt die Zahl paralleler Übertragungen und den Durchsatz je Richtung.
Gibt es eine Datei am Ziel schon, wartet diese Übertragung auf Ihre Entscheidung; alle anderen laufen weiter. Der Dialog zeigt für jede Datei Größe und Datum auf beiden Seiten und markiert die übertragene Datei als neuer, älter oder identisch. Zur Wahl stehen:
- Überschreiben – die vorhandene Datei wird ersetzt.
- Überschreiben, wenn neuer (empfohlen) – nur ersetzen, wenn die übertragene Datei neuer ist; sonst bleibt die vorhandene.
- Beide behalten – die neue Datei wird als „Name (1).ext“ gespeichert (bzw. mit der nächsten freien Nummer).
- Überspringen – die vorhandene Datei bleibt.
„Für alle übernehmen“ (vorausgewählt) wendet die Wahl auf alle angezeigten Konflikte an. Hochladen abbrechen bzw. Herunterladen abbrechen bricht nur die betroffenen Übertragungen ab.
Transferliste (unten):
- Die Filter Alle, Aktiv, Wartend und Fehler zeigen die Einträge mit ihrer Anzahl; rechts stehen laufende Einträge, Datenmenge und Gesamtrate.
- Ein Ordner ist eine Zeile mit Gesamtfortschritt und „n von m Dateien“; der Pfeil davor klappt seine Dateien auf.
- Je Zeile: Fortschritt, Rate, Restzeit, Anhalten bzw. Fortsetzen (die bereits übertragenen Daten bleiben erhalten), Wiederholen nach einem Fehler und Abbrechen (✕). Bei beendeten Einträgen entfernt ✕ die Zeile.
- Alle anhalten / Alle fortsetzen, Fertige entfernen und der Pfeil rechts zum Einklappen der Liste.
Android-Geräte debuggen
Mit Android in der Werkzeugleiste debuggen Sie ein Android-Gerät des Partners mit Visual Studio (.NET MAUI, Xamarin) oder anderen adb-Werkzeugen, als hinge es an Ihrem Rechner. Hiatus reicht die ADB-Verbindung Ende-zu-Ende-verschlüsselt durch die Sitzung zu Ihrem adb weiter; auf dem Telefon und beim Partner wird nichts installiert.
Voraussetzungen
- Bei Ihnen: adb aus dem Android SDK (z. B. mit Visual Studio installiert). Hiatus nimmt den adb-Server, der gerade läuft (also den, den Visual Studio nutzt), sonst das SDK von Visual Studio,
%ProgramFiles(x86)%\Android\android-sdk,ANDROID_HOME/ANDROID_SDK_ROOToderadbim Pfad. Der verwendete Pfad steht unten im Android-Fenster. - Beim Partner: Berechtigung Android-Debugging; am Telefon die Entwickleroptionen mit USB-Debugging bzw. Kabelloses Debugging (WLAN, ab Android 11).
Per USB: Das Telefon hängt am Rechner des Partners, USB-Debugging ist an. Im Android-Fenster (Reiter USB) erscheint „Android-Gerät (USB)“ mit der Seriennummer → Verbinden. Beim ersten Mal fragt das Telefon, ob es Ihrem Rechner vertraut (Fingerabdruck Ihres adb-Schlüssels) – der Partner bestätigt das am Telefon. Auf dem Partner-Rechner darf kein eigenes adb das Telefon belegen (siehe Häufige Fragen).
Per WLAN (Kabelloses Debugging): Das Telefon ist im WLAN des Partners, Kabelloses Debugging ist an. Beim ersten Mal wird gekoppelt:
- Neues Gerät koppeln (QR-Code beim Partner) zeigt beim Partner einen QR-Code; er scannt ihn am Telefon unter Kabelloses Debugging → Gerät über QR-Code koppeln. Hiatus koppelt und verbindet danach von selbst.
- Ohne Kamera wählt der Partner am Telefon Gerät mit Kopplungscode koppeln und gibt den 6-stelligen Code in seinem Hiatus-Fenster ein – oder Sie tippen ihn beim Gerät ein und klicken Koppeln.
- Erscheint das Gerät nicht von selbst (z. B. Fire TV oder Nvidia Shield mit Netzwerk-Debugging auf Port 5555, oder mDNS im Netz gesperrt): Hat der Partner Android-Geräte per Adresse eintragen erlaubt, tragen Sie es im Android-Fenster unter Gerät per Adresse hinzufügen selbst ein (IP-Adresse:Port, optional die Kopplungsadresse vom Telefon), danach Verbinden. Nur Adressen im lokalen Netz des Partners; jeder Eintrag steht in seinem Verlauf, selbst eingetragene Geräte entfernen Sie mit dem Papierkorb wieder. Ohne diese Berechtigung trägt der Partner das Gerät unter Sitzungen → Berechtigungen → Android-Gerät von Hand eintragen ein (Adresse und Port stehen am Telefon unter Kabelloses Debugging).
- Gemerkte Geräte: Von Hand eingetragene Geräte merkt sich der Rechner des Partners (nicht Ihrer). Sind beide Berechtigungen erteilt, prüft er sie beim Öffnen des Android-Fensters und bietet die an, die gerade antworten – Sie müssen sie nicht neu eintragen. Nach dem ersten Verbinden meldet Hiatus dem Partner den Namen des Geräts (z. B. „NVIDIA SHIELD Android TV“); gemerkte Geräte erscheinen dann mit diesem Namen und dem Hinweis gemerkt. Entfernen Sie ein solches Gerät mit dem Papierkorb, vergisst der Partner es. Der Partner sieht die Liste unter Einstellungen → Sicherheit → Gemerkte Android-Geräte und kann dort Geräte vergessen; nach 90 Tagen ohne Benutzung verschwinden sie von selbst.
Gekoppelte Geräte erscheinen bei späteren Sitzungen direkt mit Verbinden.
Mit einem verbundenen Gerät
- Das Gerät heißt wie in Visual Studio (z. B. „Samsung SM-S948B“, darunter „In Visual Studio: Samsung SM-S948B (Android 17.0 - API 37)“) und zeigt seine adb-Adresse (
adb: 127.0.0.1:58915; das Kopier-Symbol kopiertadb connect …). In Visual Studio wählen Sie es wie ein angeschlossenes Gerät aus. Über das Internet ist Debuggen langsamer: Der App-Start mit Debugger kann 30–60 s dauern, ein Einzelschritt etwa 1 s. - Als Debug-App: Paketnamen der App eintragen (z. B.
com.firma.app). Android bricht dann einen App-Start mit Debugger nicht wegen der langsamen Verbindung ab. Markierung entfernen nimmt sie zurück; beim Trennen räumt Hiatus sie auf. - Zustand: „verbunden“ (grün) oder „antwortet nicht“ (gelb). Hiatus prüft laufend, ob Ihr adb das Gerät erreicht. Ist am Telefon Kabelloses Debugging aus oder das WLAN weg, steht nach einigen Sekunden „antwortet nicht“ (eine still abgerissene WLAN-Verbindung erkennt Hiatus nach etwa 8 s); ist das Telefon wieder da, verbindet Hiatus von selbst neu. Auch nach dem Umstecken eines USB-Kabels verbindet sich das Telefon von selbst wieder.
- Außerdem gehen: Fernsteuern des Bildschirms (Symbol in der Gerätezeile, siehe Android-Bildschirm fernsteuern), Logcat (Symbol in der Gerätezeile, siehe Logcat Viewer), Dateien des Telefons (rechte Seite des Dateibrowsers, siehe Dateien auf Android-Geräten) und eine ADB-Shell (Auswahl im Shell-Modul).
- Adresse bei adb: Das Gerät erhält beim ersten Verbinden einen freien Port (
127.0.0.1:<Port>). Kommt es in derselben Sitzung wieder (umgesteckt, kurz ab- und angemeldet), behält es diese Adresse, solange der Port frei ist – Visual Studio, Vysor und andere Werkzeuge sehen dasselbe Gerät wieder. Meldet sich ein per USB verbundenes Telefon nach einer abgebrochenen Sitzung beim ersten Verbinden kurz ab und wieder an, verbindet Hiatus danach von selbst weiter. - Trennen meldet das Gerät bei Ihrem adb ab. Der Partner kann Android-Debugging jederzeit über seine Hinweisleiste beenden; in seinem Verlauf steht die Android-Verbindung.
Logcat Viewer
Der Logcat Viewer zeigt das Live-Protokoll eines verbundenen Android-Geräts (adb logcat): beim Öffnen die letzten 2000 Zeilen, danach alles Neue. Er läuft über Ihr adb durch die Sitzung – beim Partner und auf dem Telefon wird nichts installiert; die Zeilen bleiben auf Ihrem Rechner, gespeichert wird nur, was Sie exportieren.
Öffnen: Logcat-Symbol in der Zeile eines verbundenen Geräts im Android-Fenster. Es öffnet ein eigenes, nicht blockierendes Fenster – je Gerät eines, ein zweiter Klick holt es nach vorn. Es lässt sich frei verschieben (z. B. auf einen zweiten Monitor) und mit Im Vordergrund über anderen Fenstern halten. Es schließt sich mit Hiatus Remote; beim Minimieren in den Infobereich bleibt es offen.
Aufbau des Fensters
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Werkzeugleiste | Gerät · App (die App, die Sie untersuchen – gilt für package:mine) · Buffers (main, system, crash, events, radio) · Zustand Live (mit Zeilen/s), Pausiert oder Getrennt · Pause · Folgen · Leeren · Marker · Export |
| Filterzeile | Seitenleiste ein/aus · Filter aus Bausteinen · Aa / ab / .* · Filter speichern · Stufen-Knöpfe V D I W E F mit Anzahl (schreiben in den Filter) |
| Seitenleiste | gespeicherte Filter, Tags, Prozesse |
| Logliste | Zeit, PID-TID, Stufe, Tag, Paket, Meldung; darüber bei Bedarf die Suchleiste, darunter die Zeilendetails |
| Statusleiste | Verbindung, adb-Version und Adresse, Zeilen gesamt und angezeigt, Ringpuffer, Folgen bzw. Pause |
Die App wählen Sie aus der Liste der installierten Apps; das Suchfeld oben filtert beim Tippen, ↑/↓ und Enter wählen. Die Tags der gewählten App erscheinen blau.
Wie die Anzeige gefiltert wird
Eine Zeile wird angezeigt, wenn sie zum Filter in der Filterzeile passt (siehe unten) und – falls in der Suchleiste Nur Treffer zeigen an ist – den Suchbegriff enthält.
Alles, was filtert, steht in der Filterzeile: Auch die Stufen-Knöpfe V D I W E F, die Häkchen der Seitenleiste und das Kontextmenü schreiben dorthin. Ein Klick auf einen Stufen-Knopf blendet genau diese Stufe aus bzw. wieder ein (z. B. -level:v, oder, wenn nur die oberen Stufen übrig sind, kurz level:w); umgekehrt zeigen die Knöpfe, welche Stufen der Filter gerade durchlässt.
Die Suche selbst filtert sonst nicht – sie markiert nur und springt zwischen Treffern.
Die Filterzeile: Kombinationsfilter
Der Filter besteht aus Bausteinen (Chips) und dem Eingabefeld dahinter. Tippen Sie einen Ausdruck und drücken Sie Enter – er wird als Baustein angehängt. Das × am Baustein entfernt ihn, die Rücktaste im leeren Feld entfernt den letzten; Strg+L springt in das Feld. Alle Bausteine zusammen ergeben einen Filtertext, der nach diesen Regeln gelesen wird:
- Leerzeichen = UND:
package:mine level:warn– beides muss zutreffen. Jeder neue Baustein kommt mit UND dazu. |= ODER:is:crash | level:error– eines von beiden genügt.-vor einem Ausdruck = NICHT:-tag:chattyschließt aus.- Vorrang: Es gibt keine Klammern.
|trennt den Filter in Gruppen; innerhalb einer Gruppe gilt UND.a b | cbedeutet „(a UND b) ODER c“. Soll eine Bedingung für alle Teile gelten, wiederholen Sie sie:package:mine timeout | package:mine is:crash. - Anführungszeichen halten Leerzeichen zusammen:
message:"SSL connection"sucht die Wortfolge,SSL connectiondagegen zwei Wörter (beide müssen vorkommen, egal wo). - Listen mit Komma:
tag:a,b= genau einer dieser Tags,-tag:a,b= keiner davon; ebensopid:,tid:undlevel:(level:i,e= nur Info und Fehler). Ein einzelner Wert mit Komma (tag:Mono,) gilt genau – ohne Komma isttag:ein Anfang undlevel:eine Mindeststufe. So schreiben Seitenleiste und Stufen-Knöpfe ihre Auswahl.
| Ausdruck | Trifft Zeilen, … | Beispiel |
|---|---|---|
| Text ohne Schlüssel | deren Meldung den Text enthält (mit .* als regulärer Ausdruck) | timeout |
message: |
deren Meldung den Text enthält | message:"after 30000" |
message~: |
deren Meldung zum regulären Ausdruck passt | message~:"timeout after \d+ ms" |
tag: |
deren Tag so beginnt; mit Komma: genau einer der Tags | tag:FieldApp · tag:FieldApp.Sync,Mono |
level: |
ab dieser Stufe: v, d, i, w, e, f (auch verbose, debug, info, warn, error, fatal); mit Komma: genau diese Stufen |
level:w · level:i,e, |
package: |
deren Prozess bzw. Paket so beginnt | package:com.contoso |
package:mine |
der gewählten App – auch nach einem Neustart mit neuer PID, samt ihrer Absturz- und Prozessmeldungen aus dem System (ActivityManager, AndroidRuntime) | package:mine |
pid: / tid: |
dieses Prozesses bzw. Threads; mit Komma mehrere | pid:12873,13020 |
age: |
die höchstens so alt sind (gemessen an der jüngsten Zeile): s, m, h, d |
age:5m |
time: |
aus diesem Zeitfenster nach Uhrzeit (auch über Mitternacht) | time:19:42:00..19:42:30 |
is:crash |
eines Absturzes (FATAL EXCEPTION, ANR) | is:crash |
is:stacktrace |
eines mehrzeiligen Stacktraces | is:stacktrace |
Ein Wort mit unbekanntem Schlüssel gilt als ganzer Freitext (z. B. https://api.example.com).
Schalter rechts im Feld: Aa beachtet Groß-/Kleinschreibung (bei Text, Tags und regulären Ausdrücken), ab sucht Text nur als ganzes Wort, .* liest Text ohne Schlüssel als regulären Ausdruck.
Fehler: Ist der Filter ungültig (z. B. level:laut oder ein kaputter regulärer Ausdruck), wird das Feld rot; der Tooltip nennt die Stelle („Zeichen 7: unbekannte Stufe …“). Bis zur Korrektur gilt der letzte gültige Filter. Reguläre Ausdrücke haben ein Rechenlimit: Ein zu aufwendiger Ausdruck gilt für die betroffene Zeile als „kein Treffer“, statt das Fenster einzufrieren.
Beispiele
| Filter | Zeigt |
|---|---|
package:mine level:w |
Warnungen, Fehler und Abstürze Ihrer App |
package:mine -tag:chatty -tag:Choreographer |
Ihre App ohne zwei laute Tags |
tag:FieldApp.Sync timeout |
Meldungen des Tags FieldApp.Sync*, die „timeout“ enthalten |
level:e \| tag:FieldApp level:w |
alle Fehler – und dazu Warnungen der FieldApp-Tags |
package:mine ssl \| package:mine tls |
Meldungen Ihrer App, die „ssl“ oder „tls“ enthalten |
message~:"HTTP [45]\d\d" |
HTTP-Fehlercodes 400–599 |
pid:12873,13020 level:d |
zwei Prozesse (z. B. vor und nach einem Neustart), ohne Verbose |
is:crash \| is:stacktrace |
nur Abstürze und Stacktraces |
age:2m level:w |
Warnungen der letzten zwei Minuten |
time:19:42:00..19:42:30 -tag:chatty |
ein Zeitfenster ohne chatty |
Autovervollständigung: Beim Tippen erscheinen passende Tags mit Zeilenzahl (bei tag:, -tag: oder einem Wortanfang), Pakete (bei package:) und die Filterschlüssel mit Beschreibung. ↑/↓ wählt, Tab übernimmt (ein Tag wird gleich zum Baustein), Esc schließt.
Filter speichern: Filter speichern (Strg+S) bzw. + Neuer Filter in der Seitenleiste merkt sich den aktuellen Filter (samt Stufen) unter einem Namen.
Seitenleiste
- Gespeicherte Filter mit Zeilenzahl; ein Klick wendet den Filter an, der aktive ist hervorgehoben. Vorgaben: Alle Logs, Meine App (ohne Rauschen) (
package:mine -tag:chatty), Abstürze & ANRs (is:crash, zählt Abstürze, rot sobald einer da ist), .NET-/Mono-Laufzeit, Netzwerk & TLS. Eigene Filter entfernt das × beim Überfahren. - Tags nach Häufigkeit (Balken = Anteil) und Prozesse (Kurzname, PID, läuft/beendet; ein neu gestarteter Prozess derselben App ist eine eigene Zeile):
- Häkchen aus = ausblenden, Häkchen an = wieder zeigen. Ein Klick auf den Namen zeigt nur diesen.
- Alle / Keine über der Liste. Nach „Keine“ zeigen die Häkchen, die Sie setzen, genau diese Tags bzw. Prozesse.
- Die Seitenleiste schreibt ihre Auswahl als einen Baustein in die Filterzeile – in der kürzeren Form: als Liste der sichtbaren (
tag:a,b) oder der ausgeblendeten (-tag:c,d). Umgekehrt zeigen die Häkchen, was der Filter gerade durchlässt.
- Den rechten Rand der Seitenleiste ziehen = breiter/schmaler; der Knopf links in der Filterzeile blendet sie aus.
Suche
Strg+F öffnet die Suchleiste über der Liste. Sie durchsucht nur die angezeigten (gefilterten) Zeilen und hebt Treffer hervor; der aktuelle Treffer ist kräftiger markiert. F3 / Umschalt+F3 (oder Enter / Umschalt+Enter) springt zum nächsten / vorigen, „2 von 5“ zeigt die Stelle. Aa und .* wie im Filter; Alle hervorheben (aus = nur der aktuelle Treffer); Nur Treffer zeigen blendet alle anderen Zeilen aus. Esc schließt.
Mit Zeilen arbeiten
- Auswählen: Klick; Strg+Klick fügt hinzu, Umschalt+Klick wählt einen Bereich; ↑/↓ bewegt die Auswahl.
- Kontextmenü (Rechtsklick): Zeile kopieren (Strg+C, Format „threadtime“) · Nur Meldung kopieren (Strg+Umschalt+C) · Stacktrace kopieren · Nur Tag … zeigen · Tag … ausblenden · Nur PID … zeigen · ±5 s um diese Zeile zeigen (setzt
time:, übrige Filter bleiben) · Lesezeichen setzen (Strg+B) · Marker danach einfügen · Zeilendetails (Enter). - Zeilendetails (Doppelklick oder Enter): Zeit mit Datum, PID/TID, Tag, Paket, UID und die vollständige Meldung zum Markieren und Kopieren – bei einem Stacktrace der ganze Block. Den oberen Rand ziehen = höher/niedriger.
- Lesezeichen: Punkt vor der Zeile; F2 / Umschalt+F2 springen zum nächsten / vorigen (rundum). Die erste Zeile eines Absturzes bekommt automatisch eines.
- Stacktraces werden nach fünf Zeilen eingeklappt („▸ n weitere Zeilen“ klappt auf); Stacktrace kopieren kopiert den ganzen Block.
- Spalten (Regler rechts im Spaltenkopf): PID-TID, Tag und Paket ein-/ausblenden; Zeit vom Gerät, relativ zum Start oder als Unix-Zeit. Die Breite einer Spalte ändern Sie am rechten Rand ihres Kopfes.
Live, Pause und Abstürze
- Live: Neue Zeilen kommen laufend dazu; Folgen hält das Ende im Blick. Scrollen Sie nach oben, hört die Anzeige auf zu folgen – unten erscheint „↓ n neue Zeilen · Fortsetzen“; ein Klick (oder Ende) springt zurück ans Ende.
- Pause (Leertaste) hält nur die Anzeige an; der Strom läuft weiter, neue Zeilen werden gepuffert und mit Fortsetzen übernommen.
- Abstürze (FATAL EXCEPTION, ANR) sind rot hinterlegt. Stürzt die gewählte App ab (ohne gewählte App: irgendeine), erscheint oben rechts die Karte „App abgestürzt“ mit Paket, Ausnahme und Zeit – Zum Absturz, Stacktrace kopieren, Ausblenden.
- Marker (Strg+M) fügt eine Trennzeile mit Uhrzeit und optionalem Text ein, z. B. „Kunde startet die App neu“ – nur in Ihrer Anzeige.
- Leeren: Ansicht leeren leert nur die Anzeige (neue Zeilen erscheinen danach sofort, außer bei Pause); Puffer auf dem Gerät leeren (
adb logcat -c, mit Rückfrage) löscht die Logs auf dem Telefon des Partners. - Speicher: Das Fenster hält höchstens 50 000 Zeilen und höchstens 64 MB; ältere fallen heraus (Zähler und Seitenleiste ziehen nach). Kommt die Anzeige bei sehr vielen Zeilen nicht nach, verwirft Hiatus die ältesten noch nicht angezeigten und meldet das („n Zeilen verworfen“).
- Buffers: mindestens einer bleibt gewählt; eine Änderung startet den Strom ab der letzten Zeile neu.
Export, Trennung, Einstellungen
- Export: sichtbare oder alle Zeilen als Text (Format „threadtime“, wie
adb logcat) oder als JSON-Zeilen speichern, oder die sichtbaren Zeilen kopieren. - Trennung: Wird das Gerät getrennt oder endet die Sitzung, bleibt das Fenster schreibgeschützt offen („Getrennt“) – lesen, filtern, suchen und exportieren gehen weiter. Kommt dasselbe Telefon wieder (auch nach dem Umstecken, mit neuer adb-Adresse, oder wenn nur der Strom abriss, etwa bei Kabelloses Debugging aus/an), läuft Logcat ab der letzten Zeile ohne Doppelzeilen weiter.
- Gespeichert auf diesem Rechner: Fensterlage, Seitenleiste (sichtbar, Breite), Höhe der Zeilendetails, Spalten (sichtbar, Breiten), Zeitformat und eigene Filter.
Tastenkürzel
| Taste | Wirkung |
|---|---|
| Leertaste | Pause / Fortsetzen |
| Ende | ans Ende springen und folgen |
| Strg+L | in die Filterzeile |
| Strg+S | Filter speichern |
| Strg+F | Suchen |
| F3 / Umschalt+F3 | nächster / vorheriger Treffer |
| Strg+C / Strg+Umschalt+C | gewählte Zeilen bzw. nur die Meldungen kopieren |
| Strg+B | Lesezeichen setzen/entfernen |
| F2 / Umschalt+F2 | nächstes / voriges Lesezeichen |
| Strg+M | Marker einfügen |
| Enter | Zeilendetails |
| Esc | Vorschläge, Suche bzw. Details schließen |
Braucht die Berechtigung Android-Debugging.
Android-Bildschirm fernsteuern
Zeigt den Bildschirm eines verbundenen Android-Geräts (Telefon, Tablet, Android TV) in einem eigenen Fenster und nimmt Maus und Tastatur an – wie Vysor oder scrcpy, ohne App auf dem Gerät. Hiatus lädt dafür beim Öffnen einen kleinen Dienst (scrcpy-Server, Apache-2.0) nach /data/local/tmp auf das Gerät und entfernt ihn beim Schließen wieder; Bild und Eingaben laufen über Ihr adb durch die Sitzung. Es gilt die Berechtigung Android-Debugging; im Verlauf des Partners steht, wann der Bildschirm eines Geräts angezeigt wurde.
Öffnen: Symbol Fernsteuern in der Zeile eines verbundenen Geräts im Android-Fenster. Wie Logcat ein eigenes Fenster je Gerät (ein zweiter Klick holt es nach vorn, Im Vordergrund hält es oben). Das Fenster hat das Seitenverhältnis des Geräts (höchstens etwa 90 % der Bildschirmhöhe) und dreht sich mit: Wird das Gerät ins Querformat gedreht, wandert die Tastenleiste unter das Bild.
| Eingabe | Wirkung am Gerät |
|---|---|
| Linksklick / Ziehen | Tippen / Wischen (Finger) |
| Rechtsklick | Zurück (schaltet einen dunklen Bildschirm ein) |
| Mittelklick | Home |
| Mausrad | Scrollen |
| Tippen auf der Tastatur | Text (auch Umlaute); Enter, Rücktaste, Pfeiltasten, Tab als Tasten; Esc = Zurück |
| Tastenleiste | Zurück (Strg+B) · Home (Strg+H) · Zuletzt verwendete Apps (Strg+S) · Lauter/Leiser (Strg+↑/↓) · Ein/Aus (Strg+P) · Gerät drehen (Strg+R) · Automatisch drehen am Gerät an/aus (hervorgehoben = an) · Bildschirmfoto · Text eingeben · Zwischenablage abgleichen (hervorgehoben = an) · Mehr (⋮) |
| Menü Mehr | Benachrichtigungen aufklappen (Strg+N) · Schnelleinstellungen aufklappen (Strg+Umschalt+N) · Bildschirm des Geräts ausschalten (Strg+O; das Bild hier läuft weiter, Ein/Aus schaltet ihn wieder an) · In das Gerät einfügen (Strg+Umschalt+V) · Vom Gerät kopieren (Strg+Umschalt+C) · APK installieren … · Datei nach „Download“ übertragen … · Logcat öffnen · Dateien des Geräts öffnen · Tastatur- und Maus-Kürzel (F1) |
- Drehen: Gerät drehen wirkt fest nur, wenn am Gerät Automatisch drehen aus ist – sonst richtet sich das Gerät gleich wieder nach seiner Lage. Der Umschalter Automatisch drehen in der Tastenleiste schaltet diese Einstellung am Gerät; beim Schließen des Fensters stellt Hiatus sie auf den Stand vor dem Öffnen zurück. Manche Bildschirme (oft der Startbildschirm) drehen sich nie.
- Android TV (z. B. Nvidia Shield, Fire TV): Statt der Tastenleiste steht rechts eine Fernbedienung (ein-/ausblenden mit Fernbedienung). Profil Fire TV, SHIELD oder Generisch – Fire TV und SHIELD erkennt Hiatus selbst, sonst wählen Sie es (gemerkt je Gerät). Steuerkreuz mit OK, Zurück, Home, Menü, Medientasten und Lautstärke; Fire TV zusätzlich Stumm und Live-TV; SHIELD und Generisch zusätzlich Sprachsuche (öffnet den Assistenten – ohne Mikrofon schließt er sich wieder) und Einstellungen; Generisch außerdem Eingang, Stopp, Kanal, Info, Ziffern, Teletext, Untertitel, Stumm, Guide und Farbtasten (Tasten, die das Gerät nicht kennt, ignoriert es). Hält man eine Taste mit der Maus gedrückt, wiederholt sie sich wie an der echten Fernbedienung (auch auf der Tastatur und in der Tastenleiste am Telefon). Ein/Aus schaltet in den Standby; Neu starten startet das Gerät nach einer Rückfrage neu – das Bild endet, danach erneut verbinden. In der Steuerleiste zusätzlich Bildschirmfoto und Logcat. Bei Fire TV und SHIELD gibt es vier App-Tasten: Eine freie Taste (bzw. Bearbeiten) öffnet die Liste der Apps des Geräts (Suche, oder Paketname von Hand); eine belegte Taste startet die App. Die Belegung gilt je Gerät. Unter dem Bild steht die zuletzt gesendete Taste. Laufende Videos bleiben im Fenster oft schwarz (Fire TV fast immer, sonst bei kopiergeschützten Inhalten): Die Videoebene bzw. der Kopierschutz des Geräts lässt sich nicht aufnehmen; Menüs und Bedienung sind sichtbar. Tastatur: Pfeiltasten = Steuerkreuz, Enter = OK, Esc = Zurück, Strg+Leertaste = Play/Pause, Strg+↑/↓ = Lautstärke, Strg+H = Home; Buchstaben und Ziffern (auch Ziffernblock) gehen als Eingabe ans Gerät, z. B. in Suchfelder. Die Maus wirkt nur in Apps, die Touch annehmen – die Startbildschirme von Fire TV und Shield nicht; das Mausrad bewegt dort das Steuerkreuz hoch/runter.
- Bildschirmfoto: in voller Auflösung des Geräts als PNG unter Bilder\Hiatus (Name mit Gerät, Datum und Uhrzeit); der Hinweis über dem Bild nennt den Pfad.
- Text eingeben: öffnet ein Feld für längere Texte; Senden tippt ihn in das Feld, das am Gerät den Fokus hat. Strg+C/V ohne Umschalt gehen als Tasten ans Gerät.
- Zwischenablage: Vom Gerät kopieren holt den Text der Zwischenablage des Geräts auf diesen PC, In das Gerät einfügen legt den Text dieses PCs dort ab und fügt ihn ein. Mit Zwischenablage abgleichen geschieht beides von selbst, sobald sich eine Seite ändert.
- APK installieren / Datei nach „Download“: Datei auf diesem PC wählen; die APK wird ohne Rückfrage am Gerät installiert (auch ersetzt), andere Dateien landen unter Download (gleicher Name wird nummeriert, nichts überschrieben).
- Steuern / Nur ansehen: Mit Nur ansehen geht nichts ans Gerät – keine Maus, keine Tasten, kein Einfügen (Hinweis über dem Bild). Erlaubt bleiben Bildschirmfoto und Vom Gerät kopieren (der Abgleich wirkt dann nur vom Gerät zu diesem PC). Die Wahl gilt je Gerät – wie Qualität, TV-Profil und Abgleich.
- Qualität: Sparsam (960 px, 1,2 Mbit/s), Standard (1280 px, 30 fps, 2,5 Mbit/s) oder Hoch (1920 px, 6 Mbit/s). Eine Änderung startet die Aufnahme kurz neu. Das Bild läuft über die Leitung des Partners – bei langsamem Internet Sparsam wählen.
- Statusleiste: USB/WLAN und Android-Version, Bildgröße und aktuelle Datenrate; oben die Bildrate (Live n fps). Bei stehendem Bild sendet das Gerät kaum etwas – das ist normal. Hinweise über dem Bild verschwinden von selbst (Info nach 3 s, Fehler rot nach 5 s); Zustände wie Getrennt bleiben, bis das Bild wiederkommt.
- Trennung: Wird das Gerät getrennt oder endet die Sitzung, bleibt das Fenster mit dem letzten Bild offen („Getrennt“); kommt dasselbe Telefon wieder (auch nach dem Umstecken), läuft es von selbst weiter.
- Gut zu wissen: Geschützte Inhalte (Banking-Apps, DRM-Videos) zeigt Android schwarz. Manche Geräte (Nvidia Shield, Fire TV) lehnen das bevorzugte Bildformat ab – Hiatus startet dann automatisch ein zweites Mal ohne (das Öffnen dauert etwa eine Sekunde länger, Hinweis im Fenster). Xiaomi-Geräte nehmen Eingaben nur mit USB-Debugging (Sicherheitseinstellungen) in den Entwickleroptionen an. Das Fernsteuern bedient alles auf dem Gerät, auch Systemdialoge wie die USB-Einstellungen.
6. Geräte
Die Seite Geräte listet Rechner, mit denen Sie verbunden waren, mit Datum und Status:
- bestätigt – der Fingerprint wurde in einer Sitzung abgeglichen,
- nicht bestätigt – beim ersten Mal vertraut, aber nicht abgeglichen.
Sie können Geräte umbenennen (z. B. „Empfang“) und entfernen. Geräte, die Sie per Direktverbindung erreicht haben, zeigen ihre Adresse („direkt: 10.20.5.17:47443“); Verbinden nutzt dann diese Adresse. Wurde Hiatus auf so einem Rechner neu eingerichtet (neues Zertifikat), entfernen Sie das Gerät nach Rücksprache und verbinden neu.
Warnung „Schlüssel geändert!“: Meldet sich ein bekanntes Gerät mit einem anderen Schlüssel, blockiert Hiatus Remote die Verbindung. Das kann ein Angriff sein – oder der Partner hat neu installiert. Klären Sie das auf einem anderen Weg (Telefon), bevor Sie das Gerät entfernen und neu verbinden.
7. Unbeaufsichtigter Zugriff
Damit kann ein Supporter Ihren Rechner erreichen, ohne dass jemand davor sitzt – etwa für Wartung. Einrichten unter Einstellungen → Unbeaufsichtigter Zugriff:
- Permanentes Passwort festlegen (mindestens 12 Zeichen ohne Leerzeichen, kein häufiges Passwort; die Anzeige zeigt die Stärke). Gespeichert wird nur ein Prüfwert, nie das Passwort selbst.
- Nur diese Supporter zulassen (empfohlen, Voreinstellung): Nur Supporter auf der Liste dürfen verbinden. Einen Supporter nehmen Sie während einer normalen Sitzung unter Aktive Sitzungen → Zulassen auf.
- Erlaubte Berechtigungen für unbeaufsichtigte Sitzungen wählen.
- Den Schalter Aktiviert einschalten.
Weitere Schalter:
| Schalter | Wirkung | Voreinstellung |
|---|---|---|
| Angemeldeten Benutzer fragen | Ist jemand angemeldet, muss er zustimmen (30 Sekunden). | aus |
| Ohne Antwort zulassen | Antwortet niemand, wird trotzdem zugelassen (sonst abgelehnt). | aus |
| Nach der Sitzung sperren | Nach der letzten unbeaufsichtigten Sitzung wird der Rechner gesperrt. | an |
| Dateien und Shell am Anmeldebildschirm (als SYSTEM) | Nur mit Hiatus-Dienst; volle Systemrechte, nur wenn nötig. | aus |
Mit Hiatus-Dienst (vom Administrator installiert) ist der Rechner auch vor der Anmeldung erreichbar, und die Einstellungen kann nur ein Administrator ändern – unter Windows über „Als Administrator neu starten“ in den Einstellungen (mit Rückfrage der Benutzerkontensteuerung), unter Linux mit dem Administratorpasswort beim Ändern.
Hinweis „Zugriffe während Ihrer Abwesenheit“
Gab es unbeaufsichtigte Zugriffe, zeigt Hiatus Remote beim nächsten Start einen Hinweis: wann, wer, wie lange, mit welchen Berechtigungen und was genutzt wurde. Mit Gesehen bestätigen Sie ihn. Haben Sie den Zugriff nicht erwartet: unbeaufsichtigten Zugriff ausschalten, permanentes Passwort ändern und den Administrator informieren.
Den vollständigen Verlauf der Zugriffe finden Sie unter Einstellungen → Sicherheit.
8. Einstellungen
Die Einstellungen sind in vier Bereiche (Reiter oben) gegliedert:
Allgemein
- Sprache – Systemsprache, Deutsch oder English (wirkt sofort).
- Fernsteuerung: Auflösung des Ziels an meinen Bildschirm anpassen – für unbeaufsichtigte Sitzungen; am Ende stellt der Partner-Rechner seine Auflösung wieder her.
- Aufzeichnungen – Ordner für Ihre Aufzeichnungen (Ändern …, Ordner öffnen, Standard).
- Info – Version und Über Hiatus Remote: Version mit Build (Git-Stand) und Datum, Copyright, die verwendete Qt-Version (gebaut mit / zur Laufzeit) mit dem Hinweis zur LGPLv3, die Liste der Drittanbieter-Komponenten mit Version, Lizenz und Einsatz (filterbar). Versionsinfo kopieren legt Version, Build, Qt und Betriebssystem in die Zwischenablage – praktisch für Supportanfragen; Lizenzhinweise öffnen zeigt
THIRD-PARTY-NOTICES.txtaus dem Installationsordner.
Netzwerk (ein Punkt am Reiter: noch kein Relay-Server eingerichtet)
- Relay-Server – zeigt Server und Pin. Ändern … öffnet den Einrichtungsdialog (laufende Sitzungen werden beendet; am neuen Server erhält der Rechner eine andere ID, ein permanentes Passwort muss neu gesetzt werden). Zugangscode kopieren gibt den Code zum Weitergeben in die Zwischenablage. Mit Hiatus-Dienst gilt der Server für den Dienst und die Oberfläche; ändern kann ihn nur ein Administrator.
- Verbindungsaufbau: Portsuche bei symmetrischer NAT – findet hinter Firmen-Firewalls und im Mobilfunk einen Direktweg; aus = solche Verbindungen laufen über das Relay. Der Aufbau kann dabei bis zu 6 Sekunden dauern; findet die Suche in dieser Zeit keinen Weg, beginnt die Sitzung über das Relay, sucht bis 30 Sekunden weiter und wechselt dann ohne Unterbrechung auf direkt (Statusleiste: „P2P · QUIC direkt“).
- Direktverbindungen – Verbindungen ohne Relay-Server, z. B. im VPN (siehe Kapitel 4).
Unbeaufsichtigter Zugriff (grüner Punkt am Reiter: eingeschaltet) – siehe Kapitel 7.
Sicherheit
- Geräteidentität – der eigene Geräteschlüssel (zum Kopieren) und die dauerhafte ID.
- Neue Geräte – wie mit einem Gerät beim ersten Kontakt umgegangen wird (vertrauen und als „nicht bestätigt“ markieren; unbeaufsichtigt nur nach Bestätigung; sofort als bestätigt).
- Verlauf der Zugriffe – alle Sitzungen auf diesem Rechner.
9. Sicherheit: worauf Sie achten sollten
- Niemand Seriöses ruft unaufgefordert an und verlangt Fernzugriff. Geben Sie ID und Passwort nur Personen, die Sie selbst um Hilfe gebeten haben.
- Fingerprint-Wörter immer vergleichen. Sie beweisen, dass niemand dazwischensitzt.
- Nur nötige Berechtigungen gewähren; Sie können sie in der Hinweisleiste jederzeit entziehen.
- Bei Verdacht: Beenden in der Hinweisleiste, dann das Einmal-Passwort erneuern.
10. Häufige Fragen und Probleme
| Problem | Lösung |
|---|---|
| Statusleiste: „Kein Relay-Server eingerichtet“ | Einstellungen → Netzwerk → Relay-Server → Einrichten … |
| Statusleiste rot, keine Verbindung | Netzwerk prüfen; der Server ist evtl. nicht erreichbar. Hiatus Remote versucht es selbst erneut. |
| „Passwort falsch“ | Das Einmal-Passwort hat sich inzwischen geändert – neu ablesen lassen. |
| „Verbindung abgelehnt“ | Der Partner hat die Anfrage abgelehnt. |
| „Keine Antwort – Anfrage automatisch abgelehnt“ | Der Partner hat nicht innerhalb von 30 Sekunden geantwortet. |
| „Am Zielrechner kann niemand zustimmen …“ | Auf dem Partner-Rechner läuft der Hiatus-Dienst, aber an seinem Bildschirm ist niemand mit Hiatus angemeldet – z. B. Anmeldebildschirm, oder der Benutzer ist nur per Remotedesktop verbunden (dann gehört der Bildschirm nicht ihm). Lokal anmelden bzw. die Remotedesktop-Sitzung an die Konsole übergeben (tscon %sessionname% /dest:console, als Administrator) oder unbeaufsichtigten Zugriff verwenden. |
| „Unbeaufsichtigter Zugriff … nicht freigegeben“ | Am Partner-Rechner ist der unbeaufsichtigte Zugriff aus, oder Ihr Gerät steht nicht auf seiner Liste zugelassener Supporter. |
| „Geräteschlüssel des Partners hat sich geändert“ | Siehe Kapitel 6; nicht einfach neu verbinden. |
| Strg+Alt+Entf ausgegraut | Am Partner-Rechner fehlt der Hiatus-Dienst oder die Richtlinie für Strg+Alt+Entf (Administrator; der Installer setzt sie mit dem Dienst). |
| Tunnel: „Port … ist belegt“ | Ein anderes Programm nutzt den lokalen Port – anderen Port wählen oder das Feld leer lassen. |
| Tunnel: Verbindung endet sofort | Auf dem Partner-Rechner lauscht am gewählten Port kein Dienst (läuft er? lauscht er auf localhost?). |
| Hinweis „Verbindungsgrenze erreicht“ / „n abgewiesen“ am Tunnel | Über Tunnel und Remote Debugger sind schon 64 Verbindungen offen (bei Android 64 eigene). Nicht benötigte Verbindungen schließen (Browser-Tabs, zweite Debug-Sitzung), Tunnel stoppen oder eine zweite Sitzung öffnen. |
| „Alle 32 Tunnel sind belegt“ | Höchstzahl der Tunnel je Sitzung erreicht – einen nicht benötigten Tunnel entfernen. |
| Remote-Prozess: Prozess fehlt oder ist ausgegraut | Die Liste zeigt nur TCP-Listener. Lauscht das Programm über HTTP.sys und Hiatus läuft beim Partner ohne Dienst, stehen seine Ports evtl. bei System. Ausgegraut: schon getunnelt oder nur an eine Netzwerkadresse gebunden (über localhost nicht erreichbar – Dienst auf 0.0.0.0 bzw. localhost lauschen lassen). Aktualisieren nach dem Start des Dienstes. |
| Remote Debugger lässt sich nicht starten | Auf dem Partner-Rechner fehlen die Remote Tools für Visual Studio, oder das angegebene Konto/Passwort stimmt nicht. |
| Visual Studio hängt sich nicht an | Passende Adresse verwenden – 64-Bit-Programme über die 64-Bit-Adresse, 32-Bit-Programme über die 32-Bit-Adresse. |
| Android über USB: „Schnittstelle belegt – läuft auf diesem Rechner ein adb-Server?“ | Auf dem Partner-Rechner hält ein eigenes adb das Telefon (Android Studio, Visual Studio mit Android-Werkzeugen, Platform-Tools). Dort das Programm schließen bzw. adb kill-server ausführen und neu verbinden. |
| Android: Gerät erscheint nicht im Android-Fenster | Am Telefon Entwickleroptionen und USB-Debugging bzw. Kabelloses Debugging einschalten. USB: Datenkabel (kein reines Ladekabel) am Rechner des Partners, die Frage „USB-Debugging zulassen?“ am Telefon bestätigen. WLAN: ab Android 11, Telefon im selben WLAN wie der Partner-Rechner; sonst trägt der Partner das Gerät mit IP-Adresse und Port von Hand ein. |
| Android: „antwortet nicht“ | adb erreicht das Telefon gerade nicht (WLAN weg, Kabelloses Debugging aus, Kabel gezogen). Hiatus verbindet von selbst neu, sobald es wieder da ist. |
| Visual Studio sieht das verbundene Telefon nicht | Visual Studio und Hiatus müssen dasselbe adb nutzen: den Pfad unten im Android-Fenster mit dem Android-SDK-Pfad in Visual Studio vergleichen. |
| Logcat zeigt keine Zeilen („… Zeilen · 0 angezeigt“) | Filter, Stufen-Knöpfe, „Keine“ in der Seitenleiste oder Nur Treffer zeigen blenden alles aus. Alle Logs in der Seitenleiste setzt Filter und Stufen zurück. Steht unten „n neue Zeilen“, ist die Anzeige pausiert – Ende drückt zurück ans Ende. |
| Logcat: Filterzeile rot umrandet | Der Filter ist ungültig; der Tooltip nennt die Stelle. Bis zur Korrektur gilt der letzte gültige Filter. |
| Shell: Nach dem Verkleinern des Fensters stehen Ausgabe oder Eingabezeile von PowerShell mitten in der Zeile | Ein Fehler von Windows PowerShell 5.1: Seine Fortschrittsanzeige merkt sich die alte Fensterbreite und verschiebt beim nächsten Mal Zeilen im Konsolenpuffer. cls räumt auf; dauerhaft hilft $ProgressPreference = 'SilentlyContinue' (keine Fortschrittsanzeigen) oder das Fenster vor dem Befehl nicht schmaler zu ziehen. |
| Symbole werden nicht geladen / Haltepunkte greifen nicht | Nur die PDBs genau des Builds beim Partner passen (Prüfung über die Build-Kennung). Den Ordner mit den archivierten PDBs der ausgelieferten Version wählen, nicht einen frischen Debug-Ausgabeordner. |
| Statusleiste zeigt „Version … · Dienst …“ in Gelb | Client und Hiatus-Dienst haben unterschiedliche Versionen – das aktuelle Installationspaket installieren (aktualisiert beide). |
| Bild bleibt schwarz bzw. „Warte auf Bild“ | Einige Sekunden warten; das Bild kommt nach Anmelden, Abmelden oder abgeschaltetem Bildschirm von selbst zurück. Sonst Erneut starten in der Sitzung. |
| Zweites Hiatus-Fenster öffnet sich nicht | Gewollt: Es läuft schon; das vorhandene Fenster kommt nach vorn. |